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Interviews Spielzeit 2014/15



"Es geht um das Gefühl, nicht den Gewinn"

Es gibt viele Formen des Glücksspiels, doch sind es Automaten, die mehr als alle anderen zur Sucht führen - durch alle sozialen Gruppen hindurch, niemand ist dagegen immun. Was ist dran an (oder drin in) diesen Maschinen? Auf Basis einer umfangreichen Recherche mit Spielern, Spielhallenbetreibern, Psychologen, sowie Vertretern aus Politik und Industrie inszeniert das vielfach ausgezeichnete Kollektiv lunatiks produktion AUTOMATEN – EINE RECHERCHE ÜBER GLÜCKSMASCHINEN. Im Gespräch mit dem LICHTHOF erzählen Autorin Janette Mickan und Regisseurin Hanna Müller von der Arbeitsweise von lunatiks, automatisierter Psychologie und staatlicher Doppelmoral im Bereich Glücksspiel. Die Fragen stellte Rachelle Pouplier.


"We are creating the dance world of the future by blurring the lines"

Eine Woche lang proben das Bundesjugendballett (BJB) und DanceWorks Chicago (DWC) gemeinsam am LICHTHOF und präsentieren anschließend das Ergebnis: Outside of the Box - A Dance Journey. Mit dem LICHTHOF sprechen Tänzerinnen und Tänzer beider Kompanien über kollaborative Energien, die Choreografien in Outside of the Box und stilistische Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Im Interview: Sarah Stockman, Kody Jauron, Cole Vernon, Matt Wenckowski, Imani English and Liv Schaffer von Danceworks Chicago und Pascal Schmidt, Hélias Tur-Dorvault, Giorgia Giani and Nicolas Gläsmann vom Bundesjugendballett. Die Fragen stellte Rachelle Pouplier.


"Everything develops from me as Mbene"

Mit THE STORY OF A TIGER hat das LICHTHOF Theater einen weitgereisten Gastperformer eingeladen: Mbene Mbunga Mwambene kommt von Nanzikambe Arts aus Malawi in Afrika. Die Produktion selbst entstand in Zusammenarbeit mit dem Theater Konstanz. Im Interview mit dem LICHTHOF Theater erzählt Mwambene von den Entstehungsbedingungen des Stücks unter Zensur, dem Reiz dieses Einpersonen-Dramas und den Verbindungsmomenten von Ästhetischem, Sozialem und Politischem im Theater.


"Eine bunte Fabel mit politischer Botschaft"

DIE KONFERENZ DER TIERE (Regie: Maria Ursprung und Thilo von Quast) nimmt die Zuschauer mit auf eine spielerische Reise. Geleitet werden sie von der Frage, welche Möglichkeiten es gibt, gegen die miserablen Zustände auf der Welt vorzugehen. Im LICHTHOF-Gespräch erzählen Ursprung und von Quast über die Unterschiede zwischen Arbeit im Staatstheater und in der freien Szene, Zwänge der Fabel und die politische Radikalität der Bilderbuchtiere.


"Weil man die Dinge erforschen muss"

Die Tanzperformance FETUS eröffnet das Jahr 2015 am LICHTHOF. Die plastische Performance erzählt von Erfahrung und Erarbeitung der Mündigkeit. Das junge Künstlerteam um Regisseurin Johanna Landt erregte mit einer Kurzversion von Fetus große Aufmerksamkeit beim Kaltstart-Festival 2014. Im Gespräch mit dem LICHTHOF erzählt Landt von Ödipus Rex als Inspiration für Fetus, ihrem Weg ans Theater und dem Politischen in ihrer der Kunst.


"Ein reiner Spekulationsabend"

Marcel Weinand inszeniert mit Eva Engelbach den zweiten Teil seiner Trilogie über Serienmörder: HONKA - FRAUENMÖRDER VON ALTONA (Premiere 12. Dezember 2014). Im Gespräch mit dem LICHTHOF erzählen Engelbach und Weinand von gepressten Reimen, der Attraktivität des Widerwärtigen und der (Un-)Wirklichkeit des Medienmonsters Fritz Honka.


"Kein Klischee einer Autorin"

Vor dem Gastspiel am Deutschen Theater Berlin (10.+11. Dezember) ist Nino Haratischwilis DER HERBST DER UNTERTANEN am 04. und 05. Dezember am LICHTHOF zu sehen. Während der Lesereise mit ihrem aktuellen Roman "Das achte Leben (für Brilka)" hat "eine der interessantesten Gegenwartsautorinnen des Theaters" (Hamburger Abendblatt) dem LICHTHOF fünf Fragen zu Literatur, Theater und Inszenierung beantwortet.


"Die Realität ist zynisch"

Am 21. November feiert die LICHTHOF Produktion DEPORTATION CAST Premiere, inszeniert von den Rolf Mares-Preisträgern Harald Weiler (2012, Herausragende Inszenierung) und Lars Peter (2014, Herausragendes Bühnenbild). Im LICHTHOF-Interview erzählen sie von ihrer Zusammenarbeit, der Angst, eine Aussage zu treffen, Gutmenschentum im Theater und der Komplexität von DEPORTATION CAST.

 


"Musiktheater in Hamburg: bitte gut durchlüften!"

Das LICHTHOF Theater feiert am 14. und 15. November mit dem Doppelabend No Show von Ernst Bechert und dem Tryout wir/wir/wir von Leo Hofmann und Benjamin van Bebber den Start der Stimme X – Reihe für experimentelles Musiktheater. Unter der Leitung von Hans-Jörg Kapp und Frank Düwel präsentiert die Hamburger Produktionsplattform Stimme X Künstler_innen mit Affinität zu Musik, Theater und sämtlichen frei definierten Klangformaten. Hans-Jörg Kapp hat dem LICHTHOF einige Fragen zu der Hamburger Musiktheaterszene, ihren Produktionsbedingungen und dem Thema 'Stimme' als Zentrum der Vorstellungsreihe beantwortet.

 

"Meine verlängerte Geste"

Seit 1988 entwickelt Marc Schnittger seinen charakteristischen Stil des visuellen Theaters. In seinen Inszenierungen kombiniert er Schauspiel und Figurentheater mit Handpuppen und lebensgroßen Figuren. Am 8. und 9. November ist er mit seinem preisgekrönten HAMLET zu Gast im LICHTHOF Theater. Im Interview spricht er mit dem LICHTHOF über das Label 'Figurentheater', Schauspiel als Zentrum seines Schaffens und natürlich über seinen Hamlet.


"Ein Mensch von heute"

ROBINSON CRUSOE ist die erste öffentliche Theaterproduktion der jungen, interdisziplinären Gruppe Genbu Arts. Im Gespräch mit dem LICHTHOF erzählen die Mitglieder des jungen, interdisziplinär arbeitenden Kollektivs von ihrem Blick auf professionelles Arbeiten im Kulturbereich, den Adaptionsprozess und den Rassismus der Romanvorlage.


"Performance, Philosophie, Pornographie"

Die Philosophin, Regisseurin und preisgekrönte Filmemacherin Isabelle McEwen inszeniert die performative Collage INFAM, Premiere Sonntag, 26. Oktober, 19:00 Uhr. Im Gespräch mit dem LICHTHOF erzählt sie von Unterschieden zwischen wissenschaftlicher und künstlerischer Arbeit, Nacktheit als Bedrohung und der Gewalt von 'Gewöhnlichkeit'.


"Den Zweifel inszenieren"

In SPIELBETRIEB balancieren ehemalige Gründungsmitglieder der "Theaterwerkstatt Lichthof" auf der Kante zwischen Leben und Kunst. Das postdramatische Projekt zeigt ältere Frauen als ready mades auf der Suche nach Möglichkeiten, reales und theatrales Geschehen in produktive Begegnung zu bringen. Das LICHTHOF hat mit Eva-Maria Martin über die Inszenierung von Wirklichkeit, Wirkungsmöglichkeiten von Theater und Rassismen auf der deutschen Bühne gesprochen.


Theater Plan B: "Bis ins Kleinste ausgearbeitet"


Alter scheint eine Last zu sein – für die Krankenhäuser, die Betriebe und den Steuerzahler. Ohne anhaltende Gesundheit, gute Laune, Willensstärke und Leistungsfähigkeit lässt sich schließlich kein Staat machen. Das gilt nicht zuletzt für das Theater, wo Erscheinungsbild, körperliche und geistige Belastbarkeit so zentral sind wie in kaum einem anderen Beruf. In diesem Metier agiert eine der besten und mutigsten freien Gruppen Hamburgs seit nunmehr 20 Jahren: Theater Plan B. In einem bissigen Selbstversuch wirft sich Theater Plan B mit aufopfernder Hingabe in die Maschinerien der Selbstoptimierung und zeigt Mein Gammelfleisch - Eine Verfallstudie. Hierüber hat das LICHTHOF mit Thomas Esser, Hartmut Fiegen, Karl-Heinz Ahlers und Andrea zum Felde gesprochen.


Nina Mattenklotz: "Ein sexuelles Angebot für andere"


Frauen verdienen weniger Geld, kriegen aber mehr Kinder. War das schon immer so und wenn ja, muss es so bleiben? Frauen und Arbeit, Frauen als Mütter, Frauen und Sex. Anlässlich der Premiere von PlusMinus einhundert Jahre am kommenden Freitag, 19. September, hat das LICHTHOF die Regisseurin Nina Mattenklotz zu diesem historisch-utopischen Abend über Liebe, Sex und Ungerechtigkeit befragt.
 
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